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Stan Wawrinka (ATP 98) feierte zum Auftakt der French Open einen überzeugenden Sieg gegen Andy Murray (ATP 75) mit 6:4, 6:4, 6:2. Im Duell der beiden erfahrenen Tennisgrössen fand der Schotte kaum zu seinem Spiel, während Wawrinka mit seiner einhändigen Rückhand glänzte. In der nächsten Runde trifft der French-Open-Sieger von 2015 auf den Briten Cameron Norrie oder den Russen Pavel Kotov.
Für Stan Wawrinka war dieser Erfolg ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Im Aufeinandertreffen zweier ehemaliger Grand-Slam-Sieger behielt der Schweizer klar die Oberhand. Es war das 23. Duell zwischen dem 39-jährigen Wawrinka und dem 37-jährigen Murray.
Zuvor hatte Wawrinka in diesem Jahr nur drei Partien gewinnen können, darunter eine auf der Challenger Tour. Bei den bisherigen grossen Turnieren des Jahres – in Melbourne, Rio, Indian Wells, Monte Carlo und Bukarest – scheiterte er jeweils in der ersten Runde.

Ein Sieg für die Moral
Auf dem Court Philippe-Chatrier, der grössten Bühne in Paris, war Wawrinka am Sonntagabend meist der dominierende Spieler. Seine einhändige Rückhand funktionierte hervorragend und drängte den Gegner immer wieder in die Defensive. Vor Beginn des dritten Satzes musste sich Wawrinka jedoch behandeln lassen und zeigte bereits Mitte des zweiten Satzes Anzeichen von Erschöpfung. Trotzdem konnte er den dritten Satz mit einem frühen Break beginnen und dominierte weiterhin.
Murray hingegen fand kaum noch ins Spiel und machte einen Fehler nach dem anderen, sodass Wawrinka schnell mit 4:0 in Führung ging. Der Schotte kam nicht mehr in die Nähe einer Breakchance und hatte insgesamt nur zwei im gesamten Match.
Wawrinkas Gegner in der nächsten Runde steht noch nicht fest – es wird entweder der Brite Cameron Norrie (ATP 33) oder der Russe Pavel Kotov (ATP 56) sein.
Viktorija Golubic erreichte bei den French Open die zweite Runde dank eines 7:6 (7:3), 6:4-Siegs gegen Barbora Krejcikova (CZE). Die Schweizerin vergab im ersten Satz eine 4:0-Führung, entschied den Durchgang jedoch im Tiebreak für sich. In der nächsten Runde trifft Golubic auf Anastasia Potapova (WTA 41) oder Kamilla Rachimowa (WTA 87), die beide am Montag antreten.
Nach dem Matchball ging Viktorija Golubic (WTA 76) in die Knie und ballte die Faust – der Sieg gegen die Paris-Siegerin von 2021 war ihr erst vierter Sieg auf WTA-Ebene in diesem Jahr. Aufgrund diverser Verletzungen hatte die Zürcherin seit den Australian Open kaum Matches bestritten. Umso grösser war die Freude am späten Sonntagabend in Paris über das Erreichen der zweiten Runde, was ihr zuletzt 2016 gelungen war.
Golubic macht es zweimal spannend
Vor einer spärlichen Zuschauerkulisse auf dem Court Suzanne Lenglen, dem zweitgrössten Stadion der Anlage, profitierte Golubic von den zahlreichen Fehlern ihrer Gegnerin. Wie Golubic hatte auch Krejcikova in den letzten Monaten mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen und konnte nur selten ihr grosses Können zeigen.
Nach einer schnellen 4:0-Führung im ersten Satz geriet Golubic kurz ins Wanken und liess Krejcikova noch einmal herankommen, kämpfte sich dann aber ins Tiebreak, wo sie klar die Oberhand behielt. Im zweiten Satz legte Golubic erneut früh mit einem Break vor, kassierte jedoch das Rebreak zum 4:4. Dank einem weiteren Servicedurchbruch sicherte sie sich schliesslich den Sieg.
Nächste Gegnerin: Eine Russin
In der zweiten Runde trifft Golubic auf eine der beiden Russinnen Anastasia Potapova (WTA 41) oder Kamilla Rachimowa (WTA 87). Das Zweitrundenspiel der Schweizerin findet am Mittwoch statt.

